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Begriffsklärung FPM/FPA/FPV

 
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ral74



Anmeldedatum: 10.01.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 26 Feb , 2005 12:27    Titel: Begriffsklärung FPM/FPA/FPV Antworten mit Zitat

Hallo,

ist jemandem eine klare Definition für die Begriffe

FP-Methode,
FP-Analyse,
FP-Verfahren

bekannt? Ich habe inzwischen diverse Publikationen gelesen, in der
die Begriffe jeweils anders verwendet werden. Sie unterscheiden sich
im wesentlichen in der Einbeziehung der Aufwandsbestimmung gegenüber der reinen Zählung.

Vielen Dank
Schönen Gruß
Ralf Schukay
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Bundschuh
Gast





BeitragVerfasst am: 02 März , 2005 21:30    Titel: Methode/Verfahren Antworten mit Zitat

Hallo Herr Schukay,

(Helmut?) Balzert definiert in seinem SE Grundlagenwerk die Begriffe Methode und Verfahren exakt, in der Praxis wird das aber oft quasi synonym verwendet (das schreibt er auch). Ein Verfahren ist grob gesagt eine Methode mit einerm definierten Prozeß. Beispiel: Methode = Metalle verbinden, Verfahren dazu = schweissen oder anderes Verfahren dazu = löten.

Demnach ist die FP-Methode eigentlich die Methode, FPs zu zählen, während z.B. die IFPUG 4.2 FPs oder COSMIC FFPs Verfahren sind, da mit den CPMs jeweils eine genaue Beschreibung des Vorgehens vorliegt. FPs zusammen mit den 14 Einflussfaktoren sind demnach eine Aufwandschätzmethode, zusammen mit einer Erfahrungskurve ein Aufwandschätzverfahren, da damit genau beschrieben wird, wie der Aufwand aus dem Umfang hergeleitet wird.

FP Analyse wird im englischen Sprachraum als Begriff für FP-Zählung verwendet, da dort früh die FP-Zählung als Analysemethode eingesetzt wurde, d.h. als Dokumentation der Requirements Analysis (Fachkonzepterstellung). In der Tat ist oftmals die FP-Zählung mit ihrer Dokumentation das einzige was in der Praxis in manchen Firmen als Dokumentation des Fachkonzepts wiederauffindbar ist. Ich kann mich noch gut erinnern, als wir FPs einführten, da kamen die PC-Entwickler und sagten, die Methode tauge doch nur für große Host-Projekte. Ich zeigte ihnen dann FP-Zählungen von kleinen PC-Anwendungen, die Studenten für Realisierungen im Rahmen ihrer Diplomarbeiten angefertigt hatte. Daraufhin haben die PC-Entwickler die Methode ausprobiert und sind ganz stolz mit den Systemdiagrammen losgezogen und haben bei den Kollegen verkündet: jetzt haben wir sogar eine Dokumentation unserer Anwendung !
Mit freundlichen Grüßen
Manfred Bundschuh
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Manfred
Gast





BeitragVerfasst am: 14 März , 2005 08:34    Titel: FPM, FPV, GSCs Antworten mit Zitat

Hallo Manfred,

hab mir die Forumbeiträge mal angeschaut und dabei den Thread über FPA, FPM und FPV gelesen.

Dort bezeichnest du die FPM, wenn mit 14 GSC und Erfahrungskurve als
Aufwandschätzverfahren. In dem Whitebook, welches ich gerade gereviewed habe, habe ich genau diese Aussage stark kritisiert.

--------------> Die 14 GSC sind Faktoren, die nix mit dem Umfang zu tun haben und zwar solche Faktoren, die als Schätzfaktoren den Aufwand beeinflussen. D.h., sie sind ein 1. Schritt in Richtung Aufwandschätzung, liefern sogenannte gewichtete FPS, die aber kein Umfangmass sind sondern irgendein Zwitter zwischen Umfang in FP und einer Aufwandorienteirten oder -angepassten Zahl. Jetzt kann man noch weitere dazunemen (wie z.B. in Checkpoint über 200) oder nur mit den gewichteten FPs eine Erfahrungskurve bauen, dann sind die weiteren 200 und mehr in der Erfahrungskurve versteckt. Aufwandschätzverfahren deshalb, weil die Methode Umfang messen mit FPs und das CPM dazu das Umfangmessverfahren liefert und die 14 GSCs schätzen (mit CPM-Anleitung) und Erfahrungskurve bestimmen und anwenden genau das Verfahren beschreibt, wie der Aufwand zu errechnen ist.

Ich sehe die FP-Methode folgendermaßen:

1. Definition einer Metrik zur Umfangbestimmung

-----------> vermutlich richtig (was ist genau eine Metrik, weiß die Definition nicht auswendig, nur intuitiv), ist aber nach der Definition von Verfahren auch ein Verfahren zur Umfangmessung (mit CPM als Verfahrensvorschrift). Ich würde dann eher die FPs als Metrik sehen, die Maße sind dann die EIs, EOs,....(E/M/K)

2. 14 GSC: Diese spiegeln nichtfunktionale Anforderungen von vor x Jahren wieder. Sie bringen einen technischen Aspekt hinein ,den man akzeptieren kann oder nicht. Äquivalente Einflußfaktoren hatte Pekka Forselius bei der Metrikon 04 vorgestellt.

------------> Andere bringt z.B. Checkpoint, es gibt 100e, aber die IFPUG nennt nun halt leider diese 14 im Standard. Die haben nix mit Umfangmessung zu tun. Gehören also nicht zum FP-Umfangmessverfahren.

Die Erfahrungskurve, aus der man den Produktivitätsfaktor zur Errechnung der PT zieht ist aber nicht Bestandteil der FP Methode, oder?

------------> nein, wenn Du die Umfangmessmethode (bzw. Verfahren)meinst. Ja, wenn Du die Aufwandschätzmethode (bzw. Verfahren) meinst (Verfahren, weil die Verfahrensanleitung in beiden Fällen zusammen mit der Methode vorliegt)

Bisher habe ich nur gesehen, wie die Erfahrungskurven nach Kriterien
klassifiziert wurden (Bspw. Sprache, Entwicklungsumgebung, Skill der MA,
etc.) Diese Klassen werden wohl verschieden behandelt:
Aus ihnen werden Einflussfaktoren errechnet, wie es in COCOMO geschieht, oder, wenn man nichts anderes hat, als Klassen für Projekttypen verwendet.

Die FPM macht im Standard, oder im CPM keinerlei Aussagen über die Wahl der Erfahrungskurve und welche Eigenschaften von Projekten zu beachten sind oder nicht.

-----------> richtig, das ist der zweite Schritt der Aufwandschätzung (der 1. sind die 14 GSCs). Deshalb ist die FPM ohne 14 GSCs kein Aufwandschätzverfahren sondern ein Umfangmessverfahren, wohl aber die FPM mit den 14 GSCs ein erster Schritt zum Aufwandschätzverfahren - kein reines Umfangmass mehr, Deshalb sind die 15 GSCs auch aus dem neuen Standard 4.2 aussen vor.

Daher bin ich zu dem Schluss gekommen, dass FP eine Metrik und kein
Aufwandsschätzverfahren ist. Wie siehst du das?

-----------> Wie gesagt, die sogenannte FPM ohne CPM eine Umfangmessmethode, mit CPM ein Umfangmessverfahren (so habe ich in den letzten 30 Jahren nach Balzert die Def. von Verfahren und Methode verstanden und gelehrt), die FPs eine Metrik (müßte anhand der Definition von Metrik geprüft werden, vermute ich nur), die Maße sind dann die EI einfach, EI mittel etc.

Gruß, Manfred
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